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Unternehmer-Blog

Ausbildung ist wichtig

Veröffentlicht am 16. März 2016 | von Thomas Graber | Kategorie: Allgemein

Statement zur Woche der Ausbildung
Arbeit auf dem Bau? „Schmutzig, dreckig, körperlich anstrengend, niedrig qualifizierte Tätigkeiten, geringe Karrierechancen, nur was für Hauptschulabgänger usw.“. So sehen sie oft aus, die weit verbreiteten Vorurteile von künftigen Schulabgängern – oberflächlich, reduziert und nur auf dem ersten Blick.

Das Handwerk – Die Wirtschaftsmacht von Nebenan – bietet über 40 Berufszweige im Vollhandwerk mit Karrierechancen über die Meisterausbildung bis hin zum Ingenieur oder Betriebswirt im Handwerk oder dem Studiengang zum Innenausbau-Bachelor – die Chancen und Möglichkeiten für Karrierewege sind für junge, motivierte Berufseinsteiger besser den je.

Wer sich in seinen künftigen Beruf an den Ansprüchen von Qualität, Zuverlässigkeit, Kompetenz und handwerkliches Know how messen möchte, wird mit Stolz und Anerkennung belohnt. Kein anderes Berufsfeld hat eine so hohe Nachhaltigkeit und vermittelt jedem Einzelnen „einen Teil des Projektes“ zu sein, seinen persönlichen Beitrag mit geleistet zu haben.

Handwerk ist mehr als nur machen/können. Kein Tag ist gleich, jeden Tag gibt es neue Herausforderungen und Hürden zu bezwingen. Ob alleine oder im Team: Lösungsorientiertes Denken und Handeln ist genauso wichtig wie der professionelle Umgang mit modernen Maschinen und digitalen Geräten. Qualität beginnt mit Sauberkeit, professionellem Werkzeug und einer guten Arbeitsvorbereitung, damit bei der Ausführung beim Kunden alles perfekt funktioniert. Heute ist Handwerk aber auch Dienstleistung. Kundenorientiertes Denken und Handeln sind genauso wichtig, wie Freundlichkeit und Zuverlässigkeit.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, Handwerk ist ein Job von 7.00-16.00 Uhr. Persönliche Flexibilität und Anpassungsfähigkeit werden als Erfolgsfaktoren in Zukunft immer wichtiger. Wechselnde Einsatzorte, Arbeitseinsätze mit Übernachtung oder auch mal eine Baustelle im Ausland können Anforderungen sein.

Handwerk bedeutet: Dinge zu erschaffen, zu verbessern, zu reparieren, Probleme zu lösen. „Jeden Tag dein Bestes geben!“ mit deinen persönlichen und fachlichen Fähigkeiten einen Beitrag zu leisten, Kunden glücklich zu machen!

Auf der ganzen Welt werden Handwerker aus Deutschland geschätzt und gesucht. Warum? Weil die Ausbildung bei uns so gut ist. Das duale System mit betrieblicher und schulischer Ausbildung in Kombination bringt nicht nur Theoretiker oder Praktiker hervor, sondern Nachwuchskräfte, die beides drauf haben: Fachlich hoch qualifiziert mit dem nötigen Rüstzeug, aber auch mit jeder Menge praktischer Erfahrung.

Die Ausbildung im Handwerk hätte einen höheren gesellschaftlichen Stellenwert verdient.

Nicht das Studium ist das höchste Ziel, sondern eine langfristig erfolgreiche Karriere. Leider hat das Handwerk aus Tradition heraus nie gelernt mit seinen Reizen und Vorzügen Werbung zu machen. Die gute Arbeit und damit verbundene Kundenempfehlung war und ist bis heute für die meisten Betriebe Referenz genug gewesen.

Selbstkritisch sollte jeder Unternehmer sein Unternehmen und die Vorzüge, warum junge Menschen genau in diesem Unternehmen eine Ausbildung machen sollen, auch entsprechend publizieren und damit einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, eine Perspektive zu bieten. Nicht nur auf die Politik und die Verbände schimpfen, sondern selbst machen!

Ich habe in den letzten Jahren schon vielen jungen Menschen den Weg ins Handwerk geöffnet und werde auch in Zukunft meinen Beitrag zur Lehrlingsausbildung leisten. Wir sind heute und in Zukunft auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, wenn wir langfristig erfolgreich bleiben wollen.

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