Management Seminare für Handwerker bei Thomas Graber

Vom Umgang mit der eigenen Zeit

Thomas Graber
Alexander Pointner
Hans Peter Huber

Vortrag von Thomas Graber und Alexander Pointner über Zeitmanagement und Burn-out-Prävention begeisterte die Zuhörer

Zeit haben, Zeit nehmen – das wird in der heutigen Zeit immer schwieriger. Diejenigen, die sich für die Veranstaltung von Graber Management Training in der Dinzler Kaffeerösterei am Irschenberg die Zeit genommen hatten, haben es nicht bereut. Denn Unternehmer Thomas Graber, Alexander Pointner, ehemaliger Chef-Trainer der österreichischen Skispringer, und Hans-Peter Huber, Vorstand der Aktiva Medici AG, zeigten aus verschiedenen Blickwinkeln, wie wichtig persönliches Zeitmanagement ist, um einem Burn-out aktiv entgegenzuwirken.

„Immer mehr Personen in meinem Umfeld sind durch Burn-out ausgefallen“, berichtete Unternehmer Thomas Graber. Stress, Überlastung und Überforderung hätten oft körperliche Folgen und führten zum Zusammenbruch. „Das muss nicht sein“, meint Graber. Sein Konzept heißt Me-Time. „Jeder braucht Zeit für sich“, sagt der Handwerker, dessen Unternehmen 2013 als einer von 100 Top-Arbeitsgebern ausgezeichnet wurde. Doch dabei geht es nicht nur um Freizeit: Me-Time ist Philosophie und Strategie zugleich. Sie greift in den Alltag ein, stoppt Zeitdiebe und verhilft zu einem effizienten Tagesablauf und harmonischen Arbeitsklima. „Me-Time verändert das Bewusstsein und zeigt mir, wem sich meine Zeit schenke und was wirklich für mich selbst wichtig ist“, so Thomas Graber. Seine Tipps tragen dazu bei, sich selbst und seine Zeit besser zu organisieren. Klare Regeln, Konsequenz und Ausgeglichenheit als maßgebliche Erfolgsfaktoren reduzieren den Stress und schaffen persönliche Freiräume.

Aus seiner reichen Erfahrung als Chef-Trainer der österreichischen Skispringer berichtete Alexander Pointner. Gerade im Spitzensport gehe es um geistige Fitness, um mit Stress richtig umgehen und dem Druck standhalten zu können. Er setzte dabei im Sport auf Neurocoaching und konnte damit Skispringern genauso zu Höhenflügen verhelfen, wie er es heute mit Unternehmern tut. „Es geht darum, die Leistung genau dann abzurufen, wenn sie benötigt wird. Ich habe viele Trainingsweltmeister gesehen, die im Wettkampf abgestürzt sind“, sagt Pointner. Deshalb setzt der Trainer des Jahres 2009 nicht auf „höher, schneller, weiter“, sondern auf freie Ressourcen im Kopf bei gleichzeitig höchster Performance.

Körperliche Fitness als Basis für Ausgeglichenheit und Leistungsfähigkeit – das war das Thema von Hans-Peter Huber von der Aktiva Medici AG. Er zeigte, wie man schon mit einfachen Mitteln ohne großen Zeitaufwand die eigene Fitness erhalten und damit auch psychisch stabiler werden kann. Das Zusammenspiel von Körper und Geist, das schon die alten Griechen erkannten, bekommt heute einen ganz neuen Zusammenhang.